Donnerstag, 18. Mai 2017

[Rezension] Das Einstein Enigma




Kairo, 2006.
Der portugiesische Kryptanalyst Tomás Noronha soll ein Geheimmanuskript Albert Einsteins entschlüsseln: „Die Gottesformel“ – die vermeintliche Bauanleitung für eine billige Atombombe, mit der Israel das Physik-Genie einst beauftragt habe. So gerät Tomás zwischen die Fronten von Iran und CIA.
Tatsächlich geht es jedoch um die fundamentalen Fragen nach der Entstehung des Universums, dem Sinn des Lebens und Gott. Eine spannende Reise in die Welt von Wissenschaft und Religion. Denn im Rahmen seiner Ermittlungen kommt Tomás einem der größten Rätsel der Welt auf die Spur: dem wissenschaftlichen Beweis für die Existenz Gottes.
Quelle: Verlagsseite


Puh!
Als ich von dem Buch gehört habe war sofort klar: Das muss ich lesen! Ich bin kein unheimlich religiöser Mensch und mit Physik konnte ich noch nie wirklich was anfangen aber trotzdem, oder gerade deshalb hat mich das Buch so gereizt. Alleine die Vorstellung davon wie das alles zusammenknallt fand ich sehr aufregend. Und ich wurde nicht enttäuscht.

Das Cover gefällt mir prinzipiell sehr gut. Es fasst zusammen, worum es geht. Auch, wenn im Buch mehr Aspekte einspielen, als nur Albert Einsteins Theorien, fände ich es unpassend, z.B. etwas religiöses mit aufzunehmen. 
Allerdings stört der rote Balken das Bild ungemein und ich finde es sehr schade, dass man sich da nicht für einen Sticker entschieden hat, wenn schon was drauf muss. 

Bei der Geschichte muss ich euch gleich den Zahn ziehen: Es ist kein klassischer Thriller, kein "Illuminati" oder dergleichen. 
Ich finde das sehr gut, andere vielleicht nicht, daher erwähne ich es lieber gleich.
Auch, wenn ich kaum eine Ahnung von Quantenphysik und Co. habe, war es für mich einfach spannend zu sehen, wie denn alles zusammenwirken soll. 
Zu Beginn wird schon immer wieder der "Thrillereffekt" eingeführt, der aber mehr und mehr nachlässt, aber nie ganz verschwindet. 
Und trotzdem konnte ich nicht aufhören zu lesen. Man muss kein Genie sein aber interessiert. Dieses Buch zeigt einen doch kritischen Blick auf unsere Glaubensgeschichte und die großen Entdeckungen eines brillanten Wissenschaftlers. Natürlich wird nicht mit Fachbegriffen gegeizt, aber das schafft man schon. Zumal die Mischung aus Wissenschaft, Thriller und Religion sehr gut gelungen ist. Man rutscht in so viele unterschiedliche Untergruppen, dass nichts langweilig wird.

Die einzelnen Charaktere sind gut ausgearbeitet und vermitteln das Gefühl, dass man an ihrem Leben teilhaben darf. Der Schreibstil hat mich so tief in die Geschichte gezogen, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Aber gerade das sollte man. 
Abgesehen davon, dass es jede Geschichte verdient hat, dass man sich mit ihr beschäftigt, ist es hier geradezu Pflicht. Man braucht zwischendurch einfach diese Auszeit um die Informationen sacken zu lassen, die nicht selten dann gleich neue Fragen aufwerfen. Manche werden beantwortet, mit anderen beschäftigt man sich eine Weile später noch. 
So schafft es das Buch trotz dessen, dass es von der spannenden Erzählung, in die "trockene" Theorie wechselt einen bei Laune zu halten. Auch wenn man irgendwann ahnt wie es weitergeht muss man es zu Ende lesen und bleibt danach erstmal etwas erschlagen zurück. Definitiv ein buch das noch nachhallt.

Im März 2018 erscheint eine Fortsetzung zu "Das Einstein Enigma". Die Kurzbeschreibung liest sich, als könnte man sie unabhängig voneinander lesen. Aber so oder so freue ich mich sehr darauf, wieder mit Noronha auf Reisen zu gehen, in: "Der Schlüssel des Salomon"


Eine gelungene Mischung aus Wissenschaft, Religion und Story. Fesselnd bis zum Schluss und bisher mit nichts zu vergleichen!


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